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Noch zwei Monate bis zum Finale: Schwerpunkt liegt auf Logistik, Medien, Hospitality und Endspiel-Durchführung
Die Austragung des Finales der UEFA Champions League ist eine Herausforderung. Um dies deutlich zu machen, halten die Mitarbeiter des europäischen Fußballverbandes ein hintersinniges Bonmot bereit: Eine Spielstätte, die ohne jegliche Zusatzmaßnahmen das "nach dem WM-Finale zweitwichtigste Fußballspiel der Welt" (Schalkes Vorstandsmitglied Peter Peters) ausrichten könne, müsse als "Konstruktionsfehler" bezeichnet werden. Allerhöchstens bei großen Turnieren wie Welt- und Europameisterschaften werden ähnliche "XXL-Ansprüche" gestellt, die eine Spielstätte im Alltag nicht bewältigen muss. Entsprechend detailliert und umfangreich gestaltet sich die Vorbereitung für das Finale der europäischen Königsklasse am 26. Mai 2004 in der Arena AufSchalke.
Gemeinsam mit dem örtlichen Organisationskomitee - dazu gehören die Arena AufSchalke, der Deutsche Fußball-Bund und die Stadt Gelsenkirchen - haben die UEFA sowie die Marketingagentur T.E.A.M. bereits im vergangenen Jahr den Wettlauf mit der Zeit aufgenommen. Gut zwei Monate vor dem großen Tag müssen noch einmal alle Kräfte gebündelt werden. Auf vier Arbeitsbereichen liegen dabei die besonderen Schwerpunkte: Logistik, Medienaufkommen, Hospitality sowie die Durchführung des Finales am Spieltag.
Der Anreise der Fanlager der beiden Finalisten bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Schließlich erhalten die Endspiel-Teilnehmer jeweils etwa 14.000 Karten. Da mit Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück, Dortmund-Wickede und Paderborn gleich fünf Flughäfen in das Konzept eingebunden sind, die mitunter 50 Kilometer und mehr von Gelsenkirchen entfernt liegen, bedarf es hier einer besonderen Planung, um eine reibungslose An- und Abreise ebenso wie einen komfortablen Aufenthalt zu gewährleisten.
Zudem müssen Strukturen für ein weltweites Medienaufkommen geschaffen werden, denn auch Fernsehanstalten aus Asien und Südamerika werden vor Ort und live aus der Arena berichten. Insgesamt sind es über 2.000 TV- und Zeitungsjournalisten sowie Fotografen, die adäquate Arbeitsbedingungen benötigen. Dies bedeutet z. B., dass zahlreiche neue zusätzliche Kabelrouten gelegt werden müssen, und die Pressetribüne im Oberrang der Haupttribüne von einem 16-Meter-Raum bis zum anderen Strafraum reichen wird. Die sogenannte Mixed-Zone, in der die Spieler von den Journalisten interviewt werden, entsteht unter der verschiebbaren Südtribüne neu - und zwar in einer Größe von 1200 qm.
Aber auch die Partner der UEFA Champions League sollen am wichtigsten Tag des Wettbewerbs eingebunden werden. Flaggschiff der Hospitality-Maßnahmen ist ein VIP-Zelt für 4000 geladene Gäste. Zudem soll den Sponsoren das Spiel als Promotionsplattform dienen, dies muss etwa im Stadiondesign seine Berücksichtigung finden.
Das Wichtigste an diesem Tag darf aber ebenso wenig vergessen werden: Es gilt, die beste Vereinsmannschaft Europas zu ermitteln. Dies vor insgesamt 53.040 Zuschauern, von denen viele die Arena AufSchalke zum ersten Mal betreten. Trotzdem müssen die Besucherströme sicher ins Stadioninnere herein und nach dem Abpfiff wieder herausgeleitet werden Dem ausgeklügelten Sicherheitssystem kommt somit ebenso eine besondere Aufgabe zu wie der elektronischen Zugangskontrolle.
Für all diese Anforderungen bringt die Arena AufSchalke glänzende Voraussetzungen mit. Sie ist eine flexible Veranstaltungsstätte, die auf die verschiedenen Bedürfnisse reagieren kann. Dies ist etwa im Vergleich zu den Endspielen in den Vorjahren in Manchester, Glasgow und Mailand ein Vorteil. So werden in den kommenden beiden Monaten noch einmal die letzten Details abgearbeitet - damit auf der Zielgeraden richtig Gas gegeben werden kann.
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