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Gelsenkirchen hat viel zu bieten
Gelsenkirchen ist eine Stadt mit einer langen Geschichte. Der Stadtteil Buer wurde bereits im Jahr 1003 erstmals erwähnt. Über Gelsenkirchen selbst findet man Urkunden aus dem Jahr 1150.
Als wichtige Baudenkmäler aus der mittelalterlichen Zeit sind das etwa 1450 erbaute Haus Lüttinghof, das um 1550 entstandene Schloss Berge und das 1557 bis 1178 von Rütger von der Horst errichtete Schloss Horst erhalten geblieben. Am 29. November 1875 verlieh Wilhelm 1., König von Preußen, Gelsenkirchen die Stadtrechte. Erst 1928 kam es zum Zusammenschluss von Gelsenkirchen, Buer und Horst.
Trotz einer mittelalterlichen Vorgeschichte ist die heutige Stadt ein Produkt des Industriezeitalters.
Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Gelsenkirchen ein dünn besiedelter Landstrich mit etwa 6.000 Einwohnern.
Als gegen Mitte des 19. Jahrhunderts Kohle entdeckt wurde, begann die Industrialisierung Gelsenkirchens. Kohle und Stahl - die Montanindustrie - bestimmten lange Zeit das Schicksal des Raumes. Aus den zwei Dörfern Gelsenkirchen und Buer und den kleineren Gemeinden, an deren Namen die heutigen Stadtteilnamen erinnern, wuchs eine Industriegroßstadt heran.
Heute ist die Struktur der Gelsenkirchener Wirtschaft breit gefächert. Mineralölverarbeitung, Elektrizität, Fernwärme und Wasserwirtschaft mit zukunftsorientierten Technologien machen die Stadt zum Energiespender und wirtschaftlichen Impulsgeber für die gesamte Region. Dazu produzieren kleine und mittlere Unternehmen eine breite Palette zukunftsfähiger Produkte.
Ein symbolhaftes Beispiel für den Strukturwandel in Gelsenkirchen findet sich in den Bereichen der Solarenergie. Sowohl in der Erforschung und Entwicklung von Einsatzmöglichkeiten der Solarenergie, als auch in der Produktion von photovoltaischen Dach- und Fassadenelementen, steht Gelsenkirchen in der ersten Reihe. Die "Solarstadt Gelsenkirchen" ist ein Projekt von Stadt und Wissenschaftspark, Gelsenkirchen. Die Initiative fördert den Strukturwandel von Bergbau und Stahl zur Zukunftstechnik Solarenergie. Das Ziel ist klar: Umweltschutz und zukunftssichere Arbeitsplätze in Gelsenkirchen.
Seit 2001 ist die im Berger Feld gelegene Arena AufSchalke eine der prominentesten Landmarken der Stadt. Die Heimspielstätte des FC Schalke 04 ist ein multifunktionales Stadion, das über 61000 Zuschauern beste Sicht von allen Plätzen garantiert.
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern ist durch die Bundesgartenschau ein vielfältiges Freizeit- und Erholungsgelände entstanden. Mit dem "Deutschland Express" gibt es dort eine der größten Modelleisenbahnanlagen Deutschlands.
Direkt am Rhein-Herne Kanal liegt das Amphitheater. Wo früher Kohlefrachter beladen wurden, könne jetzt über 6000 Besucher Popkonzerte und Theateraufführungen genießen. In unmittelbarer Nähe tummeln sich Alpinisten auf den drei 16 Meter hohen Kletterfelsen des Deutschen Alpenvereins. Der Nordsternpark gehört zu den Ankerpunkten der Route der Industriekultur, die herausragende Zeugnisse der industriekulturellen Vergangenheit und Gegenwart des Ruhrgebiets miteinander verbindet.
Ein wichtiges Baudenkmal ist Schloß Horst. Das Renaissance-Schloss an der Emscher wurde zwischen 1555 und 1573 als herrschaftlicher Sitz der Adelsfamilie des Rütger von der Horst erbaut. Die Ausstattung war äußerst prunkvoll. Trotz stetiger Erhaltungsmaßnahmen konnte der Verfall des Schlosses im Laufe der Jahrhunderte nicht aufgehalten werden. Seit 1999 erstrahlt das Schloss in altem Glanz und neuer Funktion als Standesamt sowie Kultur- und Bürgerzentrum. Glashalle, Rittersaal und Kaminzimmer bieten ein angenehmes Ambiente für Konzerte und andere stilvolle Veranstaltungen. Das Schloß Horst Restaurant im Gewölbe lädt zu einem Essen in besonderer Atmosphäre ein.
Das Musiktheater im Revier gehört zu den bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit. 1959 wurde der Komplex nach den Entwürfen der Architektengruppe Werner Ruhnau, Harald Deilmann, Ortwin Rave und Max von Hausen mit zwei Spielstätten - dem Großen und dem Kleinen Haus - eröffnet. Die damals wie heute sensationelle Integration von Architektur und bildender Kunst gibt dem Theater seinen unverwechselbaren Charakter.
Der Ruhr Zoo Gelsenkirchen gehört zu den wichtigsten und beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Emscher-Lippe-Region. Auf einer Fläche von rund 22 Hektar bietet der Ruhr Zoo über 700 Tieren in rund 120 Arten und Formen ein Zuhause. Derzeit entsteht auf dem Gelände des Ruhr Zoos eine Erlebniswelt der besonderen Art. Besucher genießen künftig den Flair von Afrika, Alaska und Asien mitten im Ruhrgebiet.
Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist wesentlicher Bestandteil und Symbol des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Architektur und Programm dieses Ortes stehen für Orientierungswechsel und Aufbruch in eine neue Zeit. Auf dem Boden alter Industrien wachsen hier auf dem Gelände eines ehemaligen Gussstahlwerks junge, zukunftsweisende Branchen. Das architektonisch und technologisch herausragende Gebäude bietet nicht nur Forschern, Entwicklern und Dienstleistern in zukunftsweisenden Wachstumsbranchen ideale, innovationsfördernde Arbeitsbedingungen, sondern wird auch als Zentrum für Kongresse, Schulungen und Veranstaltungen aller Art genutzt.
Die 300 Meter lange faszinierende Glasarkade des Wissenschaftsparks hebt die Grenzen zwischen innen und außen auf und bietet einen einzigartigen, lichten Raum für Gedanken, Begegnungen und Austausch. Abends lässt eine der letzten Arbeiten des großen amerikanischen Licht-Künstlers Dan Flavin die Glasarkade des Wissenschaftsparks in einem blau-grünen Licht erscheinen, das über die Park- und Seefläche weithin sichtbar bis in den angrenzenden Stadtteil Ückendorf hinein strahlt.
Südlich an das Gebäude schließt sich der Rheinelbe Park an.
Dort hat der Umweltkünstler Hermann Prigann zehn verschiedene Skulpturen geschaffen und sich dabei sehr intensiv mit der Geschichte der Brache der ehemaligen Zeche Rheinelbe auseinandergesetzt. Seine Kunstwerke greifen in Material, Form und Wahl der Standorte das Thema 'Transformation und Wandel' auf den Brachen auf. Die markanteste Skulptur ist sicherlich die "Himmelstreppe" auf einer ehemaligen und umgestalteten Abraumhalde.
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